10. Tag: Von Freising nach Moosburg

Von Freising (446 m) nach Moosburg (417 m)

21 km, 6 Std., leicht, Hitze, kaum Pausen

Wie am Vortag hielten wir uns an die linke Seite der Isar. Gleich tauchten wir wieder in den Auwald ein, mit schönem Blick auf den Fluss.

Ich hatte eine Stelle am Fußballen, wo ich mich gestern etwas aufgerieben hatte, mit Compeed geschützt und das Ganze großzügig mit Leukotape überklebt. Compeed hält schlecht, wenn die Füße warm werden und verklebt die Socken. Mit Leukotape ist alles paletti. Das war nicht mein Tag, auch die Füße taten mir weh. Gut, dass die Etappe nicht besonders lang war.

Die Strecke war wirklich schön. Viele verschiedene Baumarten, gelbe Goldrute und lila Springkraut. (Ja, ich weiß, das sind „böse“ Neophyten, aber sie sind schön und dienen als Insektennahrung zu einer Zeit, in der sonst nicht mehr viel blüht.) Auf dem Bild Goldrute bei Fluss-Kilometer 111.

Es ging in traumhafter Umgebung weiter. Rechts von uns die Isar

 

und links die kleine überwachsene Moosach, wegen deren Mündung in die Isar wir weg vom Fluss gehen mussten.

Dann machten wir einen Fehler. Wir wollten zu einem Gasthof in Oberhummel, zu dem wir ein Stück in den Ort mussten. Dort angekommen stellten wir fest, dass er Ruhetag hatte – wie auch an vier anderen Tagen der Woche. Pech gehabt. Einen anderen Gasthof gab es auf dem heutigen Weg leider nicht. Anhand der Karte suchten wir den kürzesten Weg zurück zur Isar und gingen stoisch weiter. Hilft ja nix.

Wir näherten uns dem Fluss-Kilometer 100. Aber schade, vorher mussten wir den Weg verlassen und auf dem Damm weitergehen, da das Ufer abgebrochen war. Man sah auch am gegenüberliegenden Ufer Abbrüche und wilde Stellen mit angeschwemmten Baumstämmen und Ästen.

Wieder am Fluss angelangt war schon Fluss-Kilometer 98. Den 100er hatten wir also verpasst.
Um nach Moosburg, Fluss-Kilometer 95, zu gelangen, gingen wir an einem Sportflugplatz und einem großen Pferdehof vorbei und waren dann bald im Hotel Huber, das eher am Ortsrand lag. Ich war trotz der schönen Etappe froh, dass der Tag geschafft war, mir taten die ganze Zeit die Füße weh und ich fürchtete jeden zusätzlichen Kilometer.

Die Altstadt mit ihren zwei sehenswerten Kirchen war also zu weit weg für uns, auch das möchten wir irgendwann nachholen.